Hubschrauberausbringung von Mimic im Landkreis Würzburg

In den Gemeinden Thüngersheim, Güntersleben, Bergtheim, Neubrunn, Helmstadt, Eibelstadt, Randersacker, Hettstadt, Remlingen, Greußenheim, Theilheim, Riedenheim, Röttingen, Tauberrettersheim, Bieberehren und Bütthard ist die Ausbringung von Mimic zur Bekämpfung des Schwammspinners in einigen Wäldern des Landkreises in diesem Frühjahr geplant.

Nach dem großen Erfolg des Bürgerbegehrens zum Artenschutz und der direkten Übernahme des Bürgerbegehrens in den Gesetzestext ist die geplante Ausbringung ein schwerer Schlag für die Artenvielfalt und eine schlechte Nachricht für uns Imker.

Mimic gilt als bienenunschädlich in der Kategorie B4. Die tatsächliche
Unversehrtheit der Bienenvölker ist damit jedoch nicht gewährleistet.
Auswirkungen gibt es in jedem Fall für alle Insekten, für die sich das
Bürgerbegehren Artenvielfalt eingesetzt hat.

Als kurzfristige Maßnahme werden die betroffenen Bienenvölker aus
den beflogenen Gebieten für diese Zeit entfernt. Mittlerweile konnten wir eine Kommunikation mit den zuständigen Förstern und dem AELF einrichten, so dass die zeitliche Abstimmung mit den Imkern erfolgen kann.

Mittel- und langfristig gilt es natürlich, auf diese Art der Schädlingsbekämpfung zu verzichten und zu ökologisch verträglicheren Mitteln zu greifen. Dazu zählen Pheromonfallen, das Ausbringen von Meisenkästen mit dem Ziel der Ansiedlung von Meisen als natürlicher Fressfeind der Schwammspinner, Absammeln der Larven in ausgebrachten Säcken, in die die Schwarmspinner gerne ihre Eier ablegen, Spritzmittel auf der Basis von Bakterien.

Ziel muss es sein, den Einsatz von Mimic zu stoppen und durch alternative Methoden abzulösen.