Imkern in Zeiten der Corona Pandemie: Verbände und Behörden Empfehlung Bayern ­

Fragen und Antworten:

F: Dürfen Imker zu ihren Bienen fahren, um diese zu versorgen? (akt. 23.03.2020)
A: Ja, aber bitte allein. Die Kontrolle und Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein.


F: Dürfen Imker mit ihren Völkern wandern? (06.04.2020)
A: Ja. Die Imkerei ist ein wichtiger Teil der Landwirtschaft, Bienen sind für die Bestäubung unverzichtbar. Daher ist das Verbringen von Bienenvölkern zu Trachtgebieten ein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung. Die geltenden Abstandsregeln sind einzuhalten. Denken Sie daran, ein gültiges Gesundheitszeugnis für Ihre Völker mitzuführen.


F: Dürfen Imker Ableger von Bienenvölkern verkaufen? (06.04.2020)
A: Ja. Der Ausgleich von Winterverlusten ist notwendig, um die Bestäubung sowie die Honigproduktion zu sichern. Achten Sie bei der Auslieferung oder Annahme von Ablegern auf das Einhalten der Mindestabstände. Bitte denken Sie an das gültige Gesundheitszeugnis für die Bienen.

Verschiedene Verbände, darunter der Landesverband Bayrischer Imker (LVBI) und die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), haben eine Empfehlung für die Betriebsweise in Zeiten der Corona Pandemie veröffentlicht.

Der Beitrag ist auf den Seiten des LVBI abzurufen: http://www.lvbi.de/fileadmin/daten_1/Daten/Dateien/2020/2020-03-27_Corona_Empfehlung_Verb%C3%A4nde_BY.pdf (Abruf 29.3.2020)

Aufruf des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.): Gefahr bei Bienenimporten

Der D.I.B. weist aufgrund der prognostizierten hohen Winterverluste 2019/2020 wiederholt auf die Gefahr von Bienenimporten hin.

„Es ist hinsichtlich der Einschleppungsgefahr von Krankheiten und Parasiten äußerst fahrlässig, verantwortungslos und nicht zielführend, Bienenmaterial aus anderen Ländern nach Deutschland einzuführen. “ (bienen&natur 3/2020)

Auf keinen Fall sollen Bienenvölker aus unbekannten Quellen im Internet bezogen werden.

Es wird empfohlen, die eigenen Völker durch Ableger oder Schwarmvorwegnahmen zu vermehren.